Verkehrsgutachten zum Bebauungsplan Nr. 4641 B Wetzendorf Schleswiger Straße in Nürnberg

Ausgangslage
Im Zuge der Entwicklung eines neuen Wohnquartiers im Bereich Wetzendorf entstehen zusätzliche Verkehrsbelastungen im umliegenden Straßennetz. Das Untersuchungsgebiet umfasst das Umfeld zwischen Erlanger Straße, Bamberger Straße, Marktäckerstraße, Wetzendorfer Straße, Bielefelder Straße und Nordwestring. Die bestehenden Verkehrsachsen sind bereits teilweise stark ausgelastet, sodass Auswirkungen auf Leistungsfähigkeit, Erreichbarkeit und Umweltverträglichkeit zu untersuchen sind.
Zielsetzung
Ziel der Untersuchung ist es, die durch den Bebauungsplan Nr. 4641 B entstehenden Verkehrsmengen zu ermitteln, deren Auswirkungen auf das bestehende Verkehrsnetz zu bewerten und Maßnahmen zur Sicherstellung einer leistungsfähigen und möglichst umweltverträglichen Verkehrsabwicklung abzuleiten. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs sowie der Stärkung des Umweltverbundes.
Ergebnisse
Die Untersuchung zeigt die zu erwartenden Verkehrsbelastungen im Prognosehorizont auf und bewertet deren Auswirkungen auf das bestehende Straßennetz sowie relevante Knotenpunkte. Zudem werden Maßnahmen identifiziert, mit denen zusätzliche Verkehre reduziert, verlagert und verträglich in das bestehende Verkehrssystem integriert werden können. Darüber hinaus werden Auswirkungen auf Umweltaspekte wie Emissionen sowie auf nachgelagerte Fachgutachten berücksichtigt.
Leistungen
- Aufbau, Kalibrierung und Anwendung eines makroskopischen Verkehrsmodells +Analyse der bestehenden Verkehrsverhältnisse auf Grundlage von Zähldaten und Modelldaten (MIV, ÖPNV, Rad- und Fußverkehr) +Entwicklung eines Prognosenullfalls unter Integration relevanter Struktur- und Verkehrsprognosen (u. a. Bevölkerungsentwicklung, Netzänderungen) +Modellgestützte Berechnung und Umlegung des Verkehrsaufkommens im Prognoseplanfall +Leistungsfähigkeitsbewertung ausgewählter Knotenpunkte unter Anwendung des HBS 2015 +Szenarienuntersuchung zur Wirkung verkehrsreduzierender Mobilitätsmaßnahmen (z. B. Stellplatzschlüssel, Modal Split-Anpassung) +Emissionsabschätzung auf Basis von Verkehrsbelastungen und standardisierten Verfahren (z. B. HBEFA) +Fachliche Abstimmung mit Auftraggeber sowie Aufbereitung der Ergebnisse in Bericht und Präsentation