Skip to main content

Saarbrücken Einfluss der Baustelle „Barock trifft Moderne“ auf WHB-Baustelle

Veranlassung und Ziele
Das Projekt ‚Barock trifft Moderne‘ zielt im Gebiet um die barocke Ludwigskirche auf eine Reduktion der Flächen des motorisierten Verkehrs ab. Zeitgleich mit diesem Projekt beginnt der Sanierungsprozess der Wilhelm-Heinrich-Brücke, weshalb sich die Verkehrsabwicklung erheblich verändern wird. Eine Umleitungsplanung, die diverse Maßnahmenvorschläge zur Bewältigung des veränderten Verkehrsablaufs darstellt, wurde erarbeitet und durch weitere Vorschläge für verkehrs- und signaltechnische Maßnahmen im Bereich Vorstadt- und Eisenbahnstraße ergänzt. Weiterhin wurde seitens der Stadt Saarbrücken ein Verkehrsszenario entwickelt, welches mittels weiterer Änderungen verkehrsrelevanter Aspekte (u.a. Verkehrsführung rund um die Ludwigskirche) darauf abzielt, den Verkehrsablauf während den verschiedenen Bauphasen zu gewährleisten. Im Rahmen des Projekts wurde daher geprüft, ob der Umleitungsverkehr im Zuge der Sanierung der Wilhelm-Heinrich-Brücke unter diesen Rahmenbedingungen in den kritischen Bauphasen 3 und 7 leistungsfähig geführt werden kann.

Vorgehensweise
Die Bewertung des Verkehrsablaufs und der Bewertung der Leistungsfähigkeit erfolgte über ein iteratives Verfahren, basierend auf dem Handbuch für die Bemessung von Straßenverkehrsanlagen und der mikroskopischen Verkehrsflusssimulation mit Fokus auf der Koordination der verschiedenen Knotenpunkte um die Ludwigskirche. Hierbei wurden die Bauphasen 3 und 7 der Wilhelm-Heinrich-Brücke rechnerisch und per Mikrosimulation jeweils nach Morgen- und Abendspitze geprüft und bewertet.

Ergebnisse
Es wurde festgestellt, dass die Morgenspitze aufgrund einer höheren Verkehrsbelastung kritischer betrachtet werden muss als die Abendspitze. Mit wenigen Anpassungen in der Fahrstreifenaufteilung an den Knotenpunkten, einer Optimierung der Signalprogramme sowie die Verlegung von Bushaltestellen, kann ein leistungsfähiger Verkehrsablauf erzielt werden. Jedoch kann es weiterhin bei Störungen vor allem in der Morgenspitze während der Bauphase 7 immer wieder zu Rückstau kommen. Weiterhin ist zu empfehlen, während der Bauphase 3 den Verkehrsablauf erneut auszuwerten und eine Zählung durchzuführen, um realistische und exaktere Zahlen für die kritische Bauphase 7 zu erhalten.

Unsere Leistungen

  • Unsere Aufgabe war es, im ersten Schritt die Grundlagen von Verkehrsnachfrage, Verkehrsangebot und Verkehrsführung sowie weitere Belange zu erfassen und analysieren, wobei der Planungsraum auf die Ludwigskirche mit umschließenden Straßen und Knotenpunkten festgelegt wurde.
  • Danach wurden fünf LSA-gesteuerte Knotenpunkte für die Bauphasen 3-7 in der morgendlichen und nachmittäglichen Spitzenstunde auf ihre Leistungsfähigkeit überprüft. Hierzu wurden die Qualitätsstufen ermittelt, Signalprogramme angepasst sowie Leistungsfähigkeitsnachweise und Signalzeitenpläne erstellt.
  • Mittels der mikroskopischen Verkehrsflusssimulation und 30 Simulationsdurchgängen mit verschiedenen Startzufallszahlen wurden Rückschlüsse auf die Reisezeitmessung sowie die Rückstaulängen gezogen. Anhand dieser Beobachtungen wurde letztendlich auch die errechnete Grüne Welle weiter optimiert.