COVID-19: Kfz-Verkehr auf Autobahnen
im Rhein-Main-Gebiet mehr als halbiert

Die Auswirkungen von Covid-19 durch die Ausgangsbeschränkungen, Kontaktsperren und Homeoffice lassen sich auch auf den Straßen wiedererkennen. Der Rückgang des Verkehrsaufkommens wurde nun vom ZIV – Zentrum für integrierte Verkehrssysteme GmbH untersucht.

Hierzu wurden an ausgewählten Punkten im Autobahnnetz des Rhein-Main-Gebietes die Messdaten von Dauerzählstellen an einem Werktag pro Woche ausgewertet.

Die Ergebnisse der Untersuchung wurden vom ZIV in einer interaktiven Karte veranschaulicht. Über die Karte haben Sie die Möglichkeit, sich die Verkehrsentwicklung im Rhein-Main-Gebiet im Detail anzuschauen.

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Zwischen den Kalenderwochen 6 und 11, als das öffentliche Leben noch ohne Einschränkung möglich war, konnten bei den Zähldaten keine signifikanten Schwankungen beobachtet werden. In der ersten Woche mit der Schließung von Schulen und Geschäften ab dem 16. März nahm der Kfz-Verkehr gesamthaft um 25 % bis 40 % im Vergleich zur Vorwoche ab. In der darauffolgenden Woche reduzierte sich das Verkehrsaufkommen nochmals um weitere 10 bis 15 %-Punkte. Seit diesem Zeitpunkt hatte sich das Fahrzeugaufkommen wieder im Bereich von 80 % des Normalverkehrs eingependelt. Seit Ende Oktober zeigt sich wieder eine Tendenz, dass das Verkehrsaufkommen wieder sinkt. Noch liegt die Verkehrsbelastung bei ca. 70 %. Ob die Zustände von März wieder eintreten ist bis jetzt noch nicht abzusehen.

Graph zur relativen Entwicklung des Kfz-Verkehrs

Auffallend ist, dass das Niveau des Schwerverkehrs im gesamten Zeitraum nahezu unverändert geblieben ist, während die Rückgänge nahezu ausschließlich auf den Pkw-Verkehr zurückzuführen sind.

Die Ergebnisse beruhen auf den von Hessen Mobil zur Verfügung gestellten Messdaten bezogen über den Mobilitäts Daten Marktplatz (MDM) und werden laufend aktualisiert.